Das Antirassismus-Aufklärungsprojekt

Wir, der Ethik-Kurs der 9.Klasse, dachten uns, es wäre doch eine gute Idee eine langgefragte Frage aufzuklären: „Existiert Rassismus an unserer Schule, trotz unseres Schulmottos?“


Im Anschluss an diese Frage dachten wir und unsere Lehrerin Frau Müller uns, dass es doch gut wäre, in dieser Hinsicht auch ein Projekt, speziell eine Ausstellung für die Schüler unserer Schule zu diesem Thema zu starten. Wir teilten uns daraufhin in verschiedene Gruppen auf, die das Unterschiedlichste in Hinsicht  auf Rassismus untersuchten (z. Bsp.: Folgen, Ursachen, Rassismus heute und in der Vergangenheit). Eine Gruppe startete auch eine Umfrage an unserer Schule (in verschiedenen Klassenstufen), was und wie sie über dieses Thema denken und ob es möglich wäre, dass auch Rassismus an unserer Schule existiert. Eine andere Gruppe schrieb einen Songtext über dieses Thema, welches sie mit einem darauffolgenden Musikvideo abrundeten. Nach einiger Zeit kam es dann auch zur ersten Ausstellung. Als Ausstellungsort wurde der Raum 026 genutzt, worin wir der Klassenstufe 6 nun als allererstes unser Konzept und unsere Ideen vorstellten. Wir ließen sie in unserer Ausstellung in kleineren Gruppen zu jedem Plakat hinwandern, wo nun zwei Experten aus jeder verantwortlichen Gruppe den Sechstklässlern die Intention und die Bedeutung ihres Plakates präsentierten. Nach der Führung begannen wir ihnen noch einen Auszug aus einem Zeitzeugenbericht einer Überlebenden aus der Zeit des Nationalsozialismus darzulegen. In Folge dessen zeigte die verantwortliche Gruppe des Songs ihr Musikvideo als krönenden Abschluss.

 

Im Weiteren wird eine neue Ausstellung unseres Projektes am freien Projekttag in der letzten Schulwoche des Jahres stattfinden, wo ihr Schüler gerne auch bei uns vorbeischauen könnt

 

DAS FACH ETHIK

Entsprechend dem derzeit geltenden Lehrplan des Faches Ethik, lässt sich ein Hauptziel des Faches folgendermaßen benennen:


Die Schüler sollen zu einem „wohlbegründeten Werturteil“ befähigt werden!


Dies bedeutet zum einen, Schüler zur Bildung einer eigenen, selbstbestimmten Meinung zu motivieren, welche sie zum anderen stets mit einer umfassenden argumentativen Verteidigung vertreten sollten. Die Fähigkeiten hierzu stellen Kernkompetenzen des Faches dar. Hierbei ist natürlich ein umfassendes Wissen bezüglich vieler Bereiche der Gesellschaft, des menschlichen Zusammenlebens, der eigenen Sichtweisen u.v.m. unerlässlich!

 

Somit trifft eine häufig diesem Fach entgegengebrachte Kritik schlichtweg nicht zu, dass Ethik Meinungen bewertet werden. Diese eigene Meinung steht dem Schüler nicht nur zu, sondern ist ausdrücklich erwünscht. Bewertet wird die Fähigkeit zu deren Begründungen!

 

Dabei ist es unerlässlich, sich Überblicke zu Einwänden und Gegenpositionen zu allen Themenfeldern zu erarbeiten und mit Hilfe von Perspektivität sich in die Situationen, Blickwinkel und Gefühlswelten aller Betroffenen versetzen zu können.

 

So betrachtet ist Ethik eines von wenigen Unterrichtsfächern, die unabhängig von Berufswünschen für jeden Menschen in ihrem gesamten Leben von Interesse sein sollte, ganz gleich ob man später Kollege, Chef, Elternteil, Mitglied eines Freundeskreises usw. ist.

 

Zu den so vielfältigen Inhalten können wir hier nur einige wenige Beispiele benennen.


Die Themengebiete erstrecken sich über alle Bereiche des Lebens, wie Fragen der persönlichen Ziele, persönlicher Glücksvorstellungen, Freizeitbeschäftigungen u.a..


Weiterhin geht es um gesellschaftliche Fragen, des Umweltschutzes, Organspende, Sterbehilfe, Regelungen des Strafrechts und viele mehr.


Darüber hinaus wird in einige philosophische Problemstellungen eingetaucht, wie Fragen nach der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, der philosophischen Anthropologie, Positionen der Moralphilosophie und viele andere.

 

Steffi Ros (Fachlehrerin Ethik)




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