Das Fach Latein

Latein unterscheidet sich von den modernen Fremdsprachen darin, dass es nur selten gesprochen oder geschrieben wird: im Vatikan kann man sich damit ganz gut durchschlagen und wenn man erst ein Date mit dem Papst hat….
Der nennt sich übrigens bis heute „pontifex maximus“ (höchster Priester), was er neben dem Amtssitz Rom von den römischen Kaisern übernommen hat.

 

Übernommen haben wir von den Römern unter anderem: unsere Schrift, die Monatsnamen, die Grundlagen unseres Rechtssystems und vieler anderer Wissenschaften, aber auch literarische Gattungen wie Drama oder Roman. Außerdem existieren in der deutschen Sprache auch zahllose Fremd- und Lehnwörter wie Natur, Figur, Nation, Republik, populär, Dach, Ziegel, Wein, Fenster, Flamme, minimal, maximal, Optimist, Pessimist. Das Englische und erst recht die romanischen Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch haben sich von den Römern noch weit mehr „geborgt“!

 

Daher sind Lateinkenntnisse für zahlreiche Studien, deren Grundlagen im Altertum gelegt wurden, oft vorgeschrieben, zumindest aber sehr nützlich: Jura, Medizin, Pharmazie, Theologie, Philosophie, Geschichte, die romanischen Sprachen usw. Latein ist der Schlüssel zum Verständnis der antiken und mittelalterlichen Kultur!

 

An unserer Schule kann man Latein als dritte Fremdsprache ab Klasse 9 wählen.
Im Unterricht lernen wir Latein zu lesen und zu verstehen. Wir übersetzen ausschließlich vom Lateinischen ins Deutsche.
Zunächst erwerben wir die sprachlichen Grundlagen anhand eines Lehrbuches (z. Zt.: Lumina nova), gegen Ende von Kl.10 können wir mit der Lektüre antiker und mittelalterlicher Originaltexte beginnen. Ab diesem Zeitpunkt werden Klausuren mit Wörterbuch geschrieben.
Nach drei Jahren Unterricht bekommt man ohne Prüfung das „Kleine Latinum“, nach vier Jahren das „Latinum“ bescheinigt, wenn man mindestens 5 Punkte (Note 4) erbringt.
Man kann darüber hinaus auch Latein als Prüfungsfach im Abitur anwählen (Vorteil: fehlendes Zentralabitur ermöglicht maßgeschneiderte Klausur).

 

Das römische Zivilisationsniveau wurde übrigens zum Teil erst im 19. Jahrhundert wieder erreicht: es gab fließend Wasser, Kanalisation, Spaßbäder, Fußbodenheizung, ein modern anmutendes Fernstraßennetz- viele Autobahnen verlaufen über alten Römerstraßen - , Beton…
Wer es sich leisten konnte, ließ seine Häuser wunderschön ausmalen.
Besonders beeindrucken bis heute die nicht immer schmeichelhaften Porträts, hier ein paar Beispiele auf Münzen:

 

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